Mit dem Abschluss des Gastschulabkommens ist dem Willen der Bevölkerung nach einer freien Schulwahl entsprochen worden. Nun geht es um die Umsetzung.

In den Wahlprogrammen der Parteien ist zu lesen, dass die Schulen gestärkt und Bildung für alle verbessert werden müsse. Dennoch gibt es Bestrebungen, die finanziellen Mittel der Schulen in freier Trägerschaft deutlich zu kürzen.

Niedrigere Finanzhilfesätze bergen die Gefahr höherer Schulgelder – was wiederum die freie Schulwahl einschränken würde. Noch haben wir die Möglichkeit, die Politiker an ihr Versprechen einer freien Schulwahl zu erinnern und die drohenden finanziellen Kürzungen zu vermeiden.

Es ist Wahlkampfzeit in Hamburg und eine gute Zeit, Politiker nach ihrer Meinung zu Freien Schulen zu befragen. Deshalb hat die ARGE – die Arbeitsgemeinschaft der freien Schulträger – vier wichtige Fragen entwickelt, die wir den Politikern stellen wollen. Der Hamburger Elternrat hat die schulpolitischen Sprecher der im Rathaus vertretenen Parteien an die Wandsbeker Schule eingeladen und ihnen unsere vier wichtige Fragen vorgelegt.

Vier Fragen

1

Welche bildungspolitische Position vertritt ihre Partei gegenüber den Schulen in freier Trägerschaft?

2

Welche Bedeutung haben nach Ihrer Auffassung die Schulen in freier Trägerschaft im Schulwesen der Freien und Hansestadt Hamburg?

3

Nach dem Hamburgischen Gesetz über Schulen in freier Trägerschaft (HmbSfTG) erhalten die Schulträger Finanzhilfe in Höhe von 85% (Regelschulen) bzw. 100% (Sonderschulen) der Kosten für eine Schülerin oder Schüler der entsprechenden staatlichen Schule im Vorjahr (§ 15 ff. HmbSfTG). Haben Sie vor diese Sätze zu verändern?

4

Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen in freier Trägerschaft sind von dem Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein ausgenommen. Die betroffenen Privatschulen bieten bundes- oder landesrechtlich geregelte vollzeitschulische Ausbildungen an, für die es keine Alternative in der betrieblichen Ausbildung gibt. Bereits jetzt liegt der Anteil der Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerzahl in Hamburg aufgrund der Stadtstaatsituation mit 3,1% weit unter dem Bundesdurchschnitt von 8,7%.
Unterstützen Sie das Anliegen der beruflichen Schulen, den grenzüberschreitenden Schulbesuch von Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen?

Die unten stehenden Fragen dienen Ihnen als Anregung für ein Gespräch mit den Politikern, zugleich sind es die Fragen, die wir an die eingeladenen Politiker der Parteien richten. Deren Antworten können Sie hier nachlesen und vergleichen.